Psychologischer Fachdienst - Psychotherapie

Allgemeines

psychotheEine langfristige psychotherapeutische Behandlung wird dann angeboten, wenn aufgrund tiefgehender Struktur- und Persönlichkeitsschädigungen des Kindes oder Jugendlichen eine gesunde Entwicklung durch pädagogische Maßnahmen allein nicht zu erwarten ist. Vielfältige Traumatisierungen in der bisherigen Lebensumwelt (emotionale, körperliche und sexuelle Misshandlungen, Verwahrlosung ...) benötigen ein integratives psychotherapeutisches Vorgehen. Auf der Basis einer ausführlichen Diagnostik wird in Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal, dem Jugendamt und ggf. den Eltern die Indikation für eine psychotherapeutische Behandlung gestellt.

Personal

z.Z. 5 Psychotherapeutinnen, die einmal wöchentlich Therapiestunden anbieten. Die Einrichtung unterhält einen eigenen Therapiebereich mit drei Therapieräumen.

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche, die vielfältige psychische Auffälligkeiten (Verhaltensstörungen, frühe Bindungsstörungen, emotionale Störungen des Kindes- und Jugendalters, posttraumatische Belastungsstörungen, usw.) zeigen.

Ziele
  • Aufbau einer vertrauensvollen, Halt gebenden und verbindlichen Beziehung
  • Verinnerlichung eines neuen, positiven Beziehungsmusters und Übertragung in den Alltag
  • Stärkung von Autonomie und Abgrenzung
  • Entwicklung eigener Interessen / Entwicklung einer persönlichen Identität
  • je nach Störungsbild Kontrolle von aggressiven Impulsen (eigen- und fremdgefährdende Impulse)
  • ggf. Bearbeitung von Traumata in der Vergangenheit oder Gegenwart
Methoden

Angepasst an das Alter, den kognitiven und emotionalen Entwicklungsstand, das Störungsbild und die persönlichen Fähigkeiten des Kindes oder Jugendlichen werden in Zusammenarbeit mit dem Kind / Jugendlichen unterschiedliche integrative Methoden angewandt:

  • Klientenzentrierte Spieltherapie (prozessorientiertes, personenzentriertes Vorgehen ...)
  • Verhaltenstherapeutische Methoden (Entspannung, kognitive Umstrukturierung ...)
  • Methoden der Angstbewältigung
  • Gestalttherapeutische Ansätze (Awareness, Identifikation, Kontakt ...)
  • Traumatherapeutische Ansätze (Stabilisierungsmethoden, Traumaexposition ...)
  • Systematische Therapie (Familienaufstellung, Genogrammarbeit ...)

Von wichtiger Bedeutung ist auch die Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Fachpersonal. Werden die aktuellen Verhaltensweisen und Symptome als Bewältigungsstrategien in oft chaotischen, traumatisierenden Lebenswelten verstanden, dann kann in der Zusammenarbeit nach neuen Wegen gesucht werden, diesen zu begegnen und so ein förderndes Milieu für eine gesundere Entwicklung geboten werden.