Fachdienst Elternarbeit - Eltern- und Familiengespräche

Allgemeines

elternarbeitDie Einrichtung bietet den Eltern in der Anfangsphase anamnestische Gespräche an, um die Familien (deren Hintergründe, Problem- stellungen, Rollenverteilung, Konfliktverhalten usw.) kennenzulernen und so auch die stärkenden und schwächenden Anteile der Familie für die Entwicklung des Kindes / Jugendlichen zu erarbeiten. Anhand der anamnestischen Daten und der beobachteten Verhaltensweisen des Kindes / Jugendlichen können Problemstellungen benannt und in weiterführenden regelmäßigen Elterngesprächen Veränderungsmöglichkeiten gemeinsam mit den Eltern erarbeitet werden. Diese können dann bei den regelmäßigen Wochenend- und Ferienbeurlaubungen umgesetzt und erprobt werden. Die Voraussetzung für die Elternarbeit ist, dass eine relativ stabile Grundbeziehung zwischen Kind / Jugendlichen und Eltern existiert und die Eltern Bereitschaft zu Mitarbeit und Reflexion zeigen.

Personal

Die Elternarbeit wird vom Fachdienst (Erziehungsleitung / Heilpädagogin) und den Fachkräften der Wohngruppen durchgeführt. Es findet bei Bedarf eine interne Vernetzung mit anderen Diensten (Psychologischer Fachdienst, Gesamtleitung etc.) statt.

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche, die vielfältige psychische Auffälligkeiten (Verhaltensstörungen, frühe Bindungsstörungen, emotionale Störungen des Kindes- und Jugendalters, posttraumatische Belastungsstörungen, usw.) zeigen.

Ziele
  • Kennenlernen der Familie, ihrer Ressourcen und Defizite
  • Tragfähiges Arbeitsbündnis zwischen Eltern und Einrichtung
  • Verhaltensveränderungen im häuslichen Umfeld des Kindes / Jugendlichen. Miteinbeziehung der Eltern in maßgebliche Entscheidungen
  • Klare und verbindliche Absprachen treffen und Beratung zu deren Umsetzung geben
  • Umsetzung und Erprobung dieser Möglichkeiten im Rahmen der Beurlaubungen
  • Reflexion der Veränderungsmöglichkeiten
  • Hintergrundinformationen zum Problemverhalten geben
Methoden
  • Anamnestische Vorgespräche (z. B. Erstellen eines Genogramms, Arbeit mit dem Familienbrett, Interview zur Entwicklung des Kindes, Symptombeschreibung durch die Eltern) nach der Aufnahme eines Kindes / Jugendlichen
  • Gezielte, regelmäßige Gespräche durch den Fachdienst
  • Umfang je nach individueller Problemlage
  • Regelmäßige Elterngespräche und Beziehungsaufbau durch die Mitarbeiter des Wohngruppenteams beim Abholen und / oder Zurückbringen des Kindes / Jugendlichen
  • Absprachen treffen über Wochendbeurlaubungen, Telefonkontakte, Besuchskontakte; Koordination der Kontakte (z.B. bei getrennt lebenden Eltern)
  • Erprobung der Veränderungsmöglichkeiten bei den Heimfahrten
  • Reflexionsgespräche der Umsetzung von Absprachen und erarbeiteten Möglichkeiten
  • Gemeinsame Gespräche mit dem Kind / Jugendlichen und Bezugspersonen
  • Krisenintervention